Zum Thema: Bauvoranfrage für die Errichtung eines Streuobstzentrums und Bürogebäudes

In seiner August-Sitzung hat der Gemeinderat mehrheitlich die Bauvoranfrage für ein Streuobstzentrum und ein Bürogebäude im Bereich der Einfahrt Nord an der "Spargelhütte" positiv beschieden (Siehe: http://csu-margetshoechheim.de/neuigkeiten/wesentliche-informationen-von-der-sitzung-des-bauausschuss), falls es wasserschutztechnisch möglich und verträglich ist. Wir haben - siehe Links - über alles in der Vergangenheit informiert.

Bereits zuvor hatte es in der Sitzung des Gemeinderats im März ein positives Signal aus den Reihen des Gemeinderats gegeben (siehe: http://csu-margetshoechheim.de/neuigkeiten/bericht-von-der-gemeinderatssitzung-am-10-03-2020). Und bereits viel länger zuvor hatte der Gemeinderat -  Vorschläge aus allen drei Fraktionen eingeschlossen - sich grundsätzlich positiv zu möglichen Bauplanungen an dieser Stelle geäußert und . Es war neben dem Streuobstzentrum der Bau eines Spielplatzes, eines Kindergartens (beides möglich, aber nicht ideal - siehe: http://www.csu-margetshoechheim.de/neuigkeiten/kindertagesstaette-kinderkrippe-und-kindergarten und http://csu-margetshoechheim.de/neuigkeiten/bericht-vo-der-gemeinderatssitzung-am-10-09-2019) oder eines neuen Feuerwehrhauses vorgeschlagen worden und für Letzteres gar schon der Antrag eingebracht worden, dieses Grundstück in jedem Fall hierfür zu reservieren. Dass das Feuerwehrhaus hier schon alleine aufgrund diverser Emissionen nicht realisierbar an dieser Stelle mit Blick auf den Grundwasserschutz war, hat uns als CSU nicht überrascht, weswegen wir einen anderen Standort dafür für notwendig halten. Das ist aber ein ganz anderes Thema. Eine Bebauung des angesprochenen Areals mittels eines "emissionsarmen" Streuobstzentrums und eines Bürogebäudes halten wir jedoch für vertretbar, wenn es die Umweltbehörde genehmigt.

Das Flugblatt gegen die Bauvoranfrage für das besagte  Steuobstzentrum und ein Bürogebäude war nun Gegenstand der letzten Gemeinderatssitzung: Aufgrund von Fehlern und Unschärfen sowie Pauschalisierungen und Verkürzung in diesem Flugblatt zu der gesamten Thematik gab es einstimmiges Votum aller Fraktionen des Gemeinderats für eine Gegendarstellung des Sachverhalts.  

Folgendes möchten wir anfügen: 

Wir sind uns einig, dass am genannten Ortseingang keine Ansammlung von fabrikähnlichen Gebäuden mit bedenklicher äußerer Ästhetik und entsprechender Emission entstehen darf und dass gestalterische wie umweltbezogene Aspekte Berücksichtigung finden müssen.
Das ist uns wichtig und es gilt abzustimmen, welche Interessen in der städebaulichen Entwicklung bestehen und in wie weit diese mit Umwelt und Natur verträglich sind.
Zunächst ist es aber schade, dass der Verfasser des Flugblatts vorab auf die Gesprächsangebote - etwa aus den Reihen der CSU, ob Gemeinderat oder Bürgermeister - nicht eingegangen ist. Verschiedene CSU-Gemeinderäte hatten im Frühjahr geantwortet und Gesprächsangebote angezeigt. Die Aussage, dass die Bürger über die Diskussionen über eine Möglichkeit der Bebauung an diesem Standort nicht informiert wurden, können wir nicht nachvollziehen. Die Diskussionen im Gemeinderat und im Bauausschuss reichen bereits zwei Jahre zurück. Die Beschlüsse, die hier getroffen wurden, wurden in öffentlicher Sitzung gefasst und entsprechend auch im jedes Mal im Gemeindeblatt veröffentlicht. Zudem haben wir auf unserer Website informiert. Ursprünglich war in dem genannten Bereich eine weitaus massivere Bebauung geplant - s.o. Einstimmig wurde damals die Verwaltung der Gemeinde vom Gemeinderat beauftragt die Voraussetzung für diese Art der Bebauung zu klären. Nun hat man mehrheitlich beschlossen, die Möglichkeiten einer Bebauung im Umfang eines Bürogebäudes und des Streuobstzentrums zu prüfen. Aus diesem Grund wurde auch eine Bauvoranfrage eingereicht. Nur so kann das Landratsamt Würzburg das Vorhaben hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf Umweltbelange und andere Vorschriften prüfen. Eine Bauvoranfrage ist noch kein Bauantrag, in dem Kubatur und Ausmaße der Baukörper festgelegt sind. Deshalb bin ich auch etwas überrascht, dass Sie in Ihrem Flugblatt von Höhen und Längen der Gebäude sprechen, die so noch gar nicht feststehen. Die Formulierung mit den 50 Meter Länge der Halle ist u.E. etwas missverständlich formuliert, kann aber auch so verstanden werden, dass die Gesamtlänge gemeint ist. Uns als Gemeinderat liegt nichts ferner, als unser Grundwasser zu gefährden. In den vergangen Jahren hat die Gemeinde eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, um unser Grundwasser zu schützen und den Nitratgehalt weiter zu senken. Die langfristige Entwicklung des Nitratgehalts des Grundwassers zeigt dies auch deutlich. Vor 30 Jahren, als das Baugebiet Zeilweg erschlossen wurden, lagen die Nitratwerte für unser Wasser noch weitaus höher. Trotz der durchgeführten Baumaßnahmen in unmittelbarer Nähe zu und innerhalb unserer Wasserschutzzone und auch zur besagten Fläche, konnten die Nitratwerte für unser Grundwasser seit dem nachhaltig gesenkt werden. Zudem hat die Gemeinde viele andere Anstrengungen unternommen, um Grundwasser im Besonderen und Umwelt im Allgemeinen zu schützen. Mögliche Auswirkungen auf das Grundwasser durch die geplante Baumaßnahme werden im Rahmen der behördlichen Prüfung durch das Landratsamt eingehend geprüft, bevor ein Bauantrag eingereicht werden kann. Die Aussage über die Fällung von zwei, drei Bäumen können wir ebenfalls nicht nachvollziehen. Dies wurde so nie besprochen. Natürlich müssen für die Aufwertung der Fläche einige Bäume gefällt werden. Der vorhandene Baumbestand zeigt allerdings schon starke Anzeichen der Überalterung. Um die Arbeit eines Streuobstzentrums zu verdeutlichen und dessen Wirkung vor Ort zeigen zu können, müssen und werden entsprechend eine Vielzahl (ca. 80-100) neuer Bäume gepflanzt, die nachhaltig für die nächsten Jahrzehnte zum Grundwasserschutz beitragen werden. Hier sollen auch seltene und alte Obstbaumarten wieder heimisch werden um die Diversität unserer Obstkultur zeigen zu können, wie sie früher in unserem Ort auch schon vorhanden war. Wir denken, dass sich eine dezente Bebauung am Ortseingang Zeilweg sehr gut in das Ortsbild einfügen kann. Auch ist der gesamte Bereich im Flächennutzungsplan seit etwa 30 Jahren als Baufläche ausgewiesen. Uns liegt es fern die gesamte Fläche, die sich auf ca. 6.000 qm erstreckt zur Bebauung freizugeben. Aus diesem Grund hat die Gemeinde auch weite Flächen in diesem Bereich aufgekauft, um eine anderweitige Erschließung zu verhindern. Gerne stehen wir als CSU-Gemeinderatsfraktion zu Gesprächen mit dem Verfasser und allen Interessierten zur Verfügung.  Nach unserer Meinung kann nur ein gemeinsamer Dialog zu einer Lösung führen.